Fussbodenheizung nachrüsten geht das überhaupt?

Eine Fussbodenheizung nachrüsten suggeriert uns stets warme Füße zu haben, doch ist das auch in jedem Fall effektiv? Über die Vor- und die Nachteile bei dem Fussbodenheizung nachrüsten informieren sie die folgenden Seiten. Wobei der Altbau im Vordergrund steht.

Fussbodenheizung nachrüsten in einer Bestandsimmobilie

In einem Altbau muss einiges Beachtet werden, damit sich das Fussbodenheizung nachrüsten überhaupt lohnt. Die Dämmung des Hauses und insbesondere des Bodens ist dabei das Wichtigste. Sofern ein Keller vorhanden ist, lohnt es sich allemal auch die Kellerdecke mit einer Dämmung zu versehen. Dies wird oft außer Acht gelassen. So kann es sein, dass die Heizleistung beim Fussbodenheizung nachrüsten nicht über 21 Grad Celsius hinaus kommt und der Raum noch unter dieser Temperatur bleibt. Hier bietet es sich an, einen weiteren Heizkreis einzubauen. Bei einem Altbau sollte auch die Dicke des zukünftigen Bodens Beachtung finden, da in diesem Fall mit Dünnschicht – und -Trockensystemen gearbeitet wird. Hierbei entsteht eine Aufbauschicht von ca. 20 bis 50 Millimeter die auf den vorhandenen Boden aufgebracht wird. Zusätzlich kommt dann der Bodenbelag drauf.

Wer glaubt, das eine Fussbodenheizung nachrüsten immer mit viel Dreck verbunden ist, der irrt.

Eine Fussbodenheizung nachrüsten im Badezimmer schwebt einem Großteil der Eigenheimbesitzer vor. Macht ja auch Sinn. Denn wer hat nicht gerne warme Füße, wenn er aus der Wanne oder der Dusche steigt? In einer Bestandsimmobilie sind die Badezimmer meistens mit einem Fliesenboden ausgestattet. Eine Fussbodenheizung nachrüsten bietet den Vorteil, dass sie direkt auf die vorhandenen Fliesen aufgebracht werden kann. Es entsteht kein Dreck und kein Lärm. Allerdings sollte man bedenken, dass der um die Stärke des vorhandenen Bodenbelags aufgestockt wird. Auf diese Dicke muss die Stärke der Heizrohre und der zukünftige Bodenbelag aufgerechnet werden.

Eine Fussbodenheizung nachrüsten bei einer Kernsanierung ist einfacher.

Hier kann mit einer Nassverlegung gearbeitet werden. Nachdem die Dämmung und die Trittschalldämmung auf den Rohboden aufgebracht worden ist, werden die Heizrohre verlegt. Hierdrauf wird der Estrich verteilt. Die Einbauhöhe beträgt ungefähr 65 Millimeter. Nach der Trocknung des Estrichs kann der Bodenbelag aufgebracht werden. Besonders geeignet sind Fliesen, da sie die Wärme gut leiten. Aber auch Echtholzböden wie Parkett, sowie Laminat und Linoleum können dabei Verwendung finden. Hier sollten klar die Leitfähigkeit, der Nutzen, die Beanspruchung und der individuelle Geschmack bei der Auswahl im Vordergrund stehen.

Und zum guten Schluss noch ein Rat beim Fussbodenheizung nachrüsten

Sie sollten unbedingt darauf bedacht sein das beim Fussbodenheizung nachrüsten ein Komplettsystem bei einem Hersteller zu erwerben. Zum einen können sie hier gewiss sein, dass alle Komponenten zusammenpassen und zum zweiten wird dadurch die Gewährleistung bei einem Mangel nicht außer Kraft gesetzt, wie es der Fall bei verschiedenen Herstellern sein könnte.